Mitgliederehrung

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von links: Martha und Josef Öckler, Monika Baier, Brigitte Vennebusch, Fredi Baier, Martina Kirchleitner, Michael Pause und Otto Lederer.

Mit einer Yak-Decke aus Nepal ehrte 1. Vorsitzende Ingrid Versen (ganz links),
zusammen mit Stellvertreter Manfred Häupl (hinten Mitte), treue Mitglieder für deren 25-jährige Unterstützung.

Vorstand 2015 bis 2018

Es geht aufwärts mit dem Neuen Krankenhaus in Paphlu

ChristianSiempelkamp

Hillary-Vorstandsmitglied Christian Siempelkamp (Mitte) in Khunde/Everest-Region (ca. 4.000 m hoch) mit dem handgeschnitzten Anerkennungspreis , überreicht durch LAMA Tenzing Jangbu von der Khunde Gompa (rechts) und Ang Temba, Vorsitzender des Sherpa- Wiederaufbau-Commitees. Foto: Privat

Tief beeindruckt von dem Erlebten ist vor wenigen Tagen Christian Siempelkamp, seit zehn Jahren Vorstandsmitglied der Hillary-Stiftung Deutschland, von seiner 3-wöchigen Trekkingtour aus der Everest-Region in Nepal heimgekehrt. „Wegen der nach wie vor notwendigen, äußerst umfangreichen Verwaltungsarbeit nach den Erdbeben in Nepal 2015 konnte ich leider heuer nicht nach Nepal fliegen“, bedauerte Stiftungs-Vorsitzende Ingrid Versen. Sehr gerne wäre Versen beim 50-jährigen Bestehen des ersten Hillary-Krankenhauses in Khunde, auf rd. 4.000 m Höhe, mit dabei gewesen. Dort oben hatte Versen bei ihrem ersten Nepal-Besuch 1990 dem Neuseeländer Sir Edmund Hillary ihre Unterstützung angeboten. Der Mt. Everest-Erstbesteiger legt Versen daraufhin die Unterstützung des Paphlu-Hospital auf 2.400 m Höhe ans Herz, wonach die Stiftung Deutschland in Bad Wiessee ins Leben gerufen wurde.

Zur Dokumentation der jetzigen Reise brachte Mitglied Christian Siempelkamp für Ingrid Versen über 100 eindrucksvolle Fotos samt Videos mit. „Ich werde diese Bilder bei unserer nächsten Jahreshauptversammlung vorführen“, plant Ingrid Versen. Die Fotos zeigen einerseits die derzeitige, nach wie vor erschütternde Gesamt-Situation nach den Erdbeben im Everest-Gebiet, andererseits die tiefe Gastfreundschaft der Sherpas für die Hillary-Stiftungen in der ganzen Welt. So war es selbstverständlich, dass die neuseeländischen und kanadischen Ärzte, die in diesen fünf Jahrzehnten dort oben für wenig Honorar tätig waren, auch zum Jubiläum anreisten. Mit dabei war Nepal-Fan, Extrem-Bergsteiger Wolfgang Nairz aus Österreich mit einem TV-Team! Zusammen mit Reinhold Messner hatte er eine stattliche Geldsumme gespendet, um das bereits beim ersten Erdbeben (25. April) teilweise zerstörte Hillary-Khunde-Hospital wieder aufzubauen. Es liegt auf dem Weg zum Everest, dem höchsten Berg der Welt.

Zum 50-jährigen Jubiläum kamen die Sherpa-Familien aus allen Teilen der Everest-Region zusammen. Es wurde gefeiert und getanzt, wozu natürlich die alt-überlieferten Masken und die traditionelle Sherpa-Kleidung nicht fehlen durften. In einem eigens aufge-
stellten Zelt versorgten die Sherpa-Frauen die Gäste aus Nah und Fern mit nepalesischen Speisen. „Die unendliche Dankbarkeit der Sherpas hat mich tief bewegt, und mich zugleich motiviert, mich weiter engagiert für die Hillary-Stiftung einzusetzen“, berichtete Christian Siempelkamp, der seiner heutigen Ehefrau Bettina bereits 2006 in Nepal auf 6.200 m Höhe einen Heiratsantrag machte. Statt Hochzeits-Geschenke bat das Paar um Spenden für die Hillary-Stiftung, wobei stolze 26.000 Euro zusammen kamen.
Die gleichen Hochzeitsgäste wurden nach den Erdbeben 2015 nochmals um Unterstützung gebeten, was weitere rd. 50.000 Euro an Spenden einbrachte.

Die Wiederaufbau-Pläne für das von der Stiftung Deutschland unterhaltene Krankenhaus in Paphlu, das beim 2. Erdbeben im Mai 2015 zerstört wurde, werden nach und nach umgesetzt (siehe Startseite). Derzeit werden mehrere Blocks als Notbehelf erstellt, um die jährlich etwa 15.000 Patienten versorgen zu können. „Unsere dortigen Ärzte gehen sehr tapfer mit der kritischen Situation um, und hoffen auf eine baldige Entscheidung der nepalesischen Regierung für einen 2-stöckigen Neubau mit 50 Betten“, berichtet Ingrid Versen. Bis 2015 war das Paphlu/Hospital das größte Distrikt-Krankenhaus in der Everest-Region und unverzichtbar für die Bevölkerung in der Bergregion.
24.6.2016


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