Jahreshauptversammlung 2018 mit Neuwahlen

Jahreshauptversammlung 2018 mit Neuwahlen bei der Hillary-Stiftung Deutschland
Ehrenamtliche "Knochenarbeit" über drei Jahre hat sich gelohnt.

Seit 1990 gibt es die Sir Edmund Hillary-Stiftung Deutschland, die Ingrid Versen nach ihrem ersten Nepal-Besuch in Bad Wiessee gründete. Auch für die nächsten drei Jahre steht Versen an der Spitze der äußerst engagierten Gruppe mit insgesamt 56 Mitgliedern, die in ganz Deutschland verteilt sind.
Einstimmig beschlossen jüngst die 25 stimmberechtigten Mitglieder im Wiesseer Gasthof Zur Post auch die weitere Führungsspitze mit Stellvertreter Manfred Häupl aus München, Martina Kirchleitner als Schriftführerin als auch Hartwig Bayerschmidt als Kassier. Als Ersatzvorstandsmitglieder fungieren ab sofort Bettina und Christian Siempelkamp aus Düsseldorf. Kassenprüferin bleibt Rosi Höß, die nun von Neumitglied Thomas von Miller unterstützt wird, dessen Vater Fritz von Miller bei der Stiftungsgründung 1990 als erster Kassenprüfer antrat. Das Amt wurde nach dessen Tod von Ehefrau Aenne von Miller übernommen. "Ich freue mich sehr, in die Fußstapfen meiner Eltern treten zu dürfen", bekundete Thomas von Miller nach dem einstimmigen Votum. Als Beisitzer fungieren die Gründungsmitglieder Herbert Fischhaber und Anton Kathan, sowie Sepp Öckler. Wegen ihrer besonderen Verdienste seit 1990 wurden Hans Edler-Golla, Helmut Ertle und Professor Wilfried Schröder einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Im Jahresbericht erfuhren die Mitglieder , wofür die 651.200 Euro, die seit den schrecklichen Erdbeben in 2015 auf dem Hillary-Konto eingingen, eingesetzt wurden. An zwei Tischen voller Fotos und Dokumentationen konnten sich die Mitglieder detailliert informieren und Fragen stellen. Größter Posten sind die 330.000 Euro für den Wiederaufbau des Mütterzentrums im Paphlu-Hospital auf 2.400 m Höhe, inklusive Honorarsicherstellung für Ärzte, Helfer und Medikamente bis 2020. Zwei Schulen auf rd. 3.800 m Höhe wurden ebenso gebaut wie eine bestens ausgerüstete Medizinische Station in BUNG samt Altenpflegebereich. Herzliche Kontakte pflegt Ingrid Versen mit den vier Sherpa-Studentinnen, die aus Deutschland bei ihrem Tourismus-Management-Studium finanziell unterstützt werden.

Vize-Vorstand Manfred Häupl berichtete über alternative Energieträger in Nepal, die ihm besonders am Herzen liegen. Dazu gehört auch die nachhaltige Umwelterziehung der Bergbevölkerung. "Wir wollen Initialgeber sein", so Häupl. Er berichtete dabei auch über Kontakte mit dem E-Werk Tegernsee und deren Wasserkraft-Projekt in Nepal. Erfolgreich verläuft weiterhin das zukunftsoriente Aufforstungs-Projekt "1 Tag - 1 Baum", eine Idee von Manfred Häupl als Besitzer von HAUSER Exkursionen. Für jeden Tag, den ein Hauser-Kunde im Khumbu-Gebiet verbringt, wird ein Bäumchen gepflanzt. "Inzwischen gibt es bereits drei eingezäunte Wäldchen", dokumentierte Häupl anhand von Fotos.

Dass nicht nur die Sherpas die Hilfe der Hillary-Stiftung aus Deutschland zu schätzen wissen, unterstrich der amtierende Vize-Präsident von Nepal, Nanda Bahadur Pun, der sich bei einer kürzlichen Einweihungsfeier persönlich mit einer Urkunde für die Unterstützung beim Wiederaufbau Nepals bedankte. Der deutsche Botschafter in der Landeshauptstadt Kathmandu wird zudem an der Eröffnungsfeier des neuen Paphlu-Hospitals teilnehmen, wo dann jährlich rund 20.000 Patienten behandelt werden können. "Ich freue mich sehr, mit drei Vorstandsmitgliedern die Früchte unserer dreijährigen Knochenarbeit nach den Erdbeben bald vor Ort begutachten zu können", bedankte sich Ingrid Versen ihrerseits bei allen, die durch Spenden zum Gelingen beigetragen haben. Ein dickes Lob für die außerordentliche Ehrenarbeit der Führungsspitze, die sich Tag für Tag seit dem Erdbeben 25. 4. 2015 bis heute für den Wiederaufbau im Everest-Gebiet einsetzte, sprach der Mediziner Dr. Klaus Fresenius aus, was mit großem Applaus der Anwesenden unterstrichen wurde.
(mm)