Kreuther Gemeinderäte steigen auf

Der Anlass war tragisch: Am 25 April 2015 erschütterte ein Erdbeben Nepal.
Eine Katastrophe, die den Kreuther Gemeinderat Michael Unger dazu brachte,
seine Ratsmitglieder auf ungewöhnliche Art zu einer Spende zu bewegen.

Hier der Link zum Bericht......

 

Quellennachweis: „Tegernseer Stimme - Klaus Wiendl“ vom 8. 12. 2017 

Unerschütterlich

Seit 1990 unterstützt die Wiesseerin Ingrid Versen mit ihrer Hilfsorganisation
Menschen in Nepal. Bis 2015 brachte sie 750.000 Euro auf, ohne auch nur einen Cent
für Verwaltungsausgaben abzuziehen.

Dann trafen schwerste Beben das Land.

Hier der Link zum Bericht

Unerschütterlich......

Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner unterstützt Erdbebenopfer in Nepal

Anfang März 2017 besuchte Reinhold Messner den Himalayan Trust (Muttergesellschaft der Hillary-Stiftung) in Kathmandu.
Unser Foto zeigt den Südtiroler zusammen mit Sherpa Ang Rita, seit 2011 Träger der Hillary-Ehren-Medaille. Ang Rita stammt aus
Khunde, knapp 4.000 m hoch gelegen, wo Edmund Hillary vor über 50 Jahren das erste Krankenhaus baute. Dieses wurde
vom Erdbeben 2015 zerstört. Mit einer 6-stelligen Spende trug Reinhold Messner zum Wiederaufbau bei.
Ang Rita Sherpa war im Oktober 2015 Ehrengast beim Bergfilm-Festival in Tegernsee und berichtete dabei über die aktuelle
Situation in seinem Heimatland.

Messner

Jahresversammlung der Hillary-Stiftung 3. März 2017

Jahresversammlung der Hillary-Stiftung Deutschland vom 3. März 2017 im Wiesseer Gasthof Zur Post


"Heute, rund 22 Monate nach den beiden schrecklichen Erdbeben in Nepal 2015, können wir Rechenschaft ablegen über unsere Spendensaktion". Mit diesen Worten eröffnete Ingrid Versen als Vorsitzende die Jahreshauptversammlung der Hillary-Stiftung im Gasthof Zur Post. Die Stiftung hatte Versen 1990 in Bad Wiessee gegründet.

Über 650.000 € hatte die deutsche Stiftung, in Kooperation mit HAUSER-Exkursionen München, an Spenden gesammelt und nach Absprache mit den Betroffenen in Nepal sinnvoll eingesetzt. Die Bilanz: Zusätzlich zur Erstversorgung nach der Erdbeben-Tragödie mit 90.000 € wurden u.a. verplant:
130.000 € für das neue Mütterzentrum im Paphlu-Hospital auf 2.400 m Höhe. Mit 200.000 € sind die Honorare der Ärzte, des Pflegepersonals und Rückstellungen für Medikamente bis 2020 gesichert. Für die Inneneinrichtung stehen 20.000 € bereit.
Ein digitales Röntgengerät schlug mit 11.000 € zu Buche. Der Wiederaufbau der Grundschule in Monjo (Nähe Lukla) ist mit 60.000 € gesichert. Zusammen mit der Hillary-Stiftung Neuseeland ist der deutsche Zweig mit 25.000 € am Wiederaufbau der Schule in Thame (3.500 m hoch) beteiligt.
Gemeinsam mit der Nepalhilfe Tyrol, (federführend durch Extrembergsteiger Wolfgang Nairz) wurden 25.000 € zur Erweiterung der Krankenstation in BUNG auf rd. 4.000 m Höhe eingesetzt. Der Wiederaufbau der buddhistischen Chorte Kunde-Manilhang kostete 14.430 € . Die zukunftsorientierte Aufforstungsstation in Pangboche schlug mit 10.000 € zu Buche.
Zwei hochbegabte Sherpa-Studentinnen, deren Familien von den Erdbeben besonders hart betroffen sind, werden mit 4.000 € unterstützt. Hinzu kommen noch zahlreiche Neubauten, die besonders von den HAUSER-Spendengeldern in der Region Langtang/Ganesh-Himal projektbezogen finanziert wurden.

"Ohne die tatkräftige Unterstützung unseres Vize-Vorsitzenden Manfred Häupl, der sich vor allem um energetische Aufgaben und Verhandlungen vor Ort in Nepal kümmerte, hätte ich die gewaltige ehrenamtliche Arbeit während der letzten 22 Monate gesundheitlich nicht durchgestanden", bekennt Ingrid Versen. Dank galt den Mitgliedern aus ganz Deutschland für die finanzielle Unterstützung. Da sämtliche Verwaltungskosten von Ingrid Versen privat getragen werden, kommen die Spenden zu 100 % den Projekten in Nepal zugute.

"Die unendliche Dankbarkeit der Sherpas hat mich zutiefst berührt, und motiviert mich zu weiterem Engagement", berichtete dann auch Vorstandsmitglied Christian Siempelkamp aus Düsseldorf, der Ingrid Versen im Mai 2016 beim 50-jährigen Jubiläumsfest des Hillary-Hospitals in Kunde auf rd. 4.000 m vertrat. Ehefrau Bettina Siempelkamp hatte derweil bei einer Internet-Aktion 27.300 € gesammelt. Das Paar hat eine persönlich-enge Beziehung zu Nepal. Beide gaben sich dort vor 10 Jahren auf 6.200 m Höhe das Ja-Wort und hatten bei der Hochzeit um Spenden statt Geschenke gebeten, was stolze 26.000 € für die Stiftung einbrachte !

Vize-Vorstand Manfred Häupl (Chef von HAUSER) berichtete der Versammlungs-Runde sehr eindrucksvoll, wie infolge der schrecklichen Erdbeben die führenden Trekkinganbieter in Deutschland jedes Konkurrenzdenken zur Seite schoben und zu einer einzigen Hilfsgemeinschaft verschmolzen. Einziges Ziel: Gemeinsam Touristen nach Nepal zu bringen, um das Überleben der dortigen Bevölkerung zu sichern.

"Obwohl in der Presse über die Folgen der Erdbeben in 2015 so gut wie nichts mehr berichtet wird, ist die Not, vor allem in den Bergregionen, nach wie vor sehr groß", resümmiert Ingrid Versen, die auch weiterhin um Spenden bittet, um weitere Hilfsprojekte zu unterstützen. Unter primitivsten Verhältnissen konnten im provisorischen Paphlu-Krankenhaus in 2016 dennoch 14.959 behandelt werden, kamen darin 272 Kinder zur Welt.
"Unsere jungen Ärzte Dr. Mingma Chhiring und Ehefrau Dr. Soosita leisten dort 7 Tage die Woche, bei 24-stündiger Bereitschaft, hervorragende Arbeit", würdigte Ingrid Versen.
Die Ärzte und Pfleger freuen sich aber sehnlichst auf das neue Krankenhaus.

Auch die Ehrung treuer Mitglieder, die seit 25 Jahren in der Hillary-Stiftung engagiert sind, stand auf der Tagesordnung. Dies sind:
Michael Pause, Weyarn; Brigitte Vennebusch, Bad Wiessee; Martha und Josef Öckler, Bad Wiessee; Monika und Fredi Baier, Rottach-Weißach; Otto Lederer, Rottach-Egern und Martina Kirchleitner aus Rottach-Egern, die zudem seit über 15 Jahren als Schriftführerin dem Stiftungsvorstand angehört.
Alle erhielten als symbolisches Dankeschön eine Yak-Decke, die eigens aus Nepal eingeflogen wurden.