Hillary-Stiftung Deutschland erinnert in kleinem Kreis an Vereinsgründung vor 35 Jahren.

Im Sinne der Gründungsväter der Hillary-Stiftung Deutschland, die inzwischen alle verstorben sind, fand jüngst eine kleine Erinnerungsparty just an dem Tisch im Haus der Vorsitzenden Ingrid Versen in Bad Wiessee-Altwiessee statt, wo 1990 die Satzung unterschrieben wurde. Kein Geringerer als Peter Hillary (70) aus Neuseeland, einziger Sohn des Mount-Everest-Erstbesteigers Sir Edmund Hillary, wollte mit seiner Ehefrau Yvonne, einer gebürtigen Holländerin, mit dabei sein. „Ich habe größte Achtung vor den unermüdlichen Leistungen der Stiftung Deutschland“, würdigte Peter Hillary in seinem Grußwort, auch im Namen der Sherpas. 

Edmund Hillary hatte den höchsten Berg der Erde 1953 erklommen. Sohn Peter bestieg ihn auf der Route des Vaters 1990 und 2003. Er hat sich als Abenteurer, Expeditionsleiter und Buchautor einen Namen gemacht. Der Vater von vier Kindern komplettierte 2008 seine Sammlung der „Seven Summits“, der höchsten Berge aller sieben Kontinente. 
2008 übernahm Peter Hillary auch die Leitung des "Himalayan Trust", den der Vater 1960 zur Unterstützung der Sherpas im Everest-Gelbiet gegründet hatte. Zu den Projekten gehören der Bau von Hospitälern und Schulen, aber auch Aufforstungs-Einrichtungen sowie ein Bildungsfonds für talentierte Sherpa-Schülerinnen.
Ehrensache war, dass beim Jubiläumsessen mit bayerischen Schmankerln seitens der 1990 gegründeten Hillary-Stiftung Deutschland auch zwei Vorstandsmitglieder der ersten Stunde mit dabei waren: Vize-Vorstand Manfred Häupl, Chef von HAUSER-Exkursionen in München, und der frühere BR-Journalist und langjährige Leiter des Tegernseer Bergfilm-Festivals, Michael Pause.
Sir Edmund Hillary wäre sicherlich begeistert zu hören, dass auch seine Enkel vom Bergsteiger-Gen befallen sind. Was weder dem Großvater noch dem Vater gelang, erreichten George und Alexander Hillary gemeinsam 2019: die erfolgreiche Besteigung des nepalesischen Götterbergs AmaDablam. Darüber soll demnächst eine Film-Doku entstehen. 
Text/Foto: Stiftung

Erinnerungsparty

Foto von links nach rechts: Michael Pause mit Frau Lisa; Yvonne und Peter Hillary; Gastgeberin Ingrid Versen; Gertraud und Manfred Häupl.

Mitgliederversammlung 2025

35 Jahre „Sir Edmund Hillary-Stiftung Deutschland e.V.“, mit Sitz in Bad Wiessee/am Tegernsee

Familiär und gelöst verlief die Mitgliederversammlung am 7. März 2025 im Haus Versen. Einige Gäste waren dafür sogar aus Niedersachsen, NRW und Garmisch-Partenkirchen angereist. Im Mittelpunkt standen neben den Berichten der Vorstandschaft das 35-jährige Stiftungs-Bestehen, das im Privat-Haus 1990 gegründet wurde. „Alle männlichen Gründungsmitglieder, aus Bad Wiessee, wie Dr. med. Stefan Schlagintweit, Dr. Norbert Edler-Golla, Anton Kathan, Hans Edler-Golla, Herbert Fischhaber , Helmut Ertle und Peter Wrba aus Kreuth
Sind inzwischen von uns gegangen“, bedauerte die Gründerin Ingrid Versen, die seit 1990 ununterbrochen auch den Vorsitz der privaten Hilfsaktion des berühmten Everest-Erstbesteigers Edmund Hillary für die Sherpas der Everest-Region inne hat. Der Rückblick auf die 35-jährige Stiftungsarbeit in ganz Deutschland war gewaltig, wobei Edmund Hillary sich bei seinen zahlreichen Besuchen am Tegernsee in seinem deutschen „Basecamp“ stets sehr wohlfühlte. In seinem Grußwort
Hob Bürgermeister Robert Kühn die außergewöhnliche Verbindung hervor, die von Bad Wiessee aus in die ganze Welt führt. Gemeinsam ist das Ziel, das einst aus Tibet geflüchtete Bergvolk der Sherpas mit Krankenstationen, Schulbildung und Aufforstungsaktionen zu unterstützen.
Schatzmeister Manfred Braml nannte dazu eindrucksvolle Zahlen für 2024: Insgesamt konnten USD 88.570 nach Nepal überwiesen werden, darunter 30.050 USD für den Unterhalt des von der Stiftung nach den Erdbeben 2015 finanzierten Paphlu-Hospitals, sowie der angegliederten vier Krankenstationen in BUNG, Sotang, Salyan und Patle. Fünf talentierte Sherpaninnen dürfen auf Kosten der Stiftung nun studieren, wozu 14.340 USD eingesetzt wurden. Das vierte neu geschaffene Wäldchen im Everest-Gebiet und Langtang
Wurde via THE PARTNERS NEPAL mit 4.180 USD unterstützt. Rechnungsprüfer Hans Fichtner bestätigte, dass in 2024 wiederum sämtliche Verwaltungskosten aus privater Tasche getragen wurden . Großer Dank galt der Steuerberaterin Monika Wisgott-Stahl aus Kreuth-Weissach, die seit über 20 Jahren honorarfrei die Hillary-Stiftung betreut.
Im Mittelpunkt des vergangenen Jahres stand die verheerende Flutkatastrophe im Bergdorf Thame auf 3.800 m Höhe. Neben der Ersthilfe über 10.000 USD, kann der geplante Wiederaufbau des völlig zerstörten Hospitals mit weiteren 30.000 USD unterstützt werden, sobald die Schlamm- und Wassermassen beseitigt werden können.. Der Neubau wird den Namen „Tenzing-Hillary Thame- Clinic“ erhalten, da auch die Nachkommen des unvergessenen Sherpas Tenzing Norgay ihren Beitrag zum Wiederaufbau leisten wollen.

Vize-Vorstand Manfred Häupl aus München berichtete, daß er nach 44-jähriger Tätigkeit sein Unternehmen HAUSER-Exkursionen international an die befreundete Firma STUDIOSUS verkauft hat, wobei die Beziehung zur Hillary-Stiftung voll erhalten bleibe. Persönlich will sich Häupl weiterhin für das Aufforstungsprojekt
Einsetzen, dass er 2011 ins Leben gerufen hatte.

Ehrenmitglied wurde Michael Pause aus Weyarn, der sich bereits seit seinem Interview mit Edmund Hillary im Jahr 1987 für dessen Hilfsprogramm in Nepal interessierte, und seit Gründung der Stiftung Deutschland deren Mitglied ist. In der neu gewählten Vorstandschaft wird Pause für die nächsten 3 Jahre in der engen Vorstandschaft mitwirken.

Nach der Stiftungs-Satzung wurde einstimmig beschlossen.

Vorsitzende: Ingrid Versen, Bad Wiessee
Vorsitzender: Manfred Häupl, München
Schriftführerin: Martina Kirchleitner, Rottach-Egern,
Schatzmeister: Manfred Braml, Holzkirchen
Ersatz-Vorstandsmitglieder:
Michael Pause , Weyarn und Christian Siempelkamp, Düsseldorf
Rechnungsprüfer:
Hans Fichtner und Anton Höß, beide Bad Wiessee,
Ersatz: Dr. med. Elisabeth Kruschwitz, Kreuth-Weissach.

Erweiterter Vorstand:
Ärztlicher Berater: Dr. med. Klaus Fresenius, Rottach-Egern

Beiräte: Josef Öckler; Brigitte Braml; Annette Lehmeier; Heinz-Dieter Röhrkasse und Hildegard Bayerschmidt.

Sämtliche Stiftungs-Mitglieder sind rein ehrenamtlich tätig, ohne jedwede Vergütung!

 

Kurzbesuch aus Nepal zum 70. Everest-Jubiläum 2023

Für gerade einmal drei Stunden Wiedersehensfreude (nach fünfjähriger Pause)  reichte der Kurz-Besuch  von Sherpa Pasang Dawa (Leiter des Himalayan Trust in N) um die Hillary-Stiftung in Deutschland zu besuchen. Mit seiner aus dem Allgäu stammenden  Ehefrau Renate Fischer, die als Erste Deutsche 1972 als Entwicklungshelferin nach Nepal übersiedelte, und bis heute in Kathmandu lebt, kam Pasang Dawa via München von den 70. Everest-Jubiläums-Feierlichkeiten aus London. Bei bayerischer Brotzeit im Haus Versen  gab es konzentriert  viel zu besprechen. Der Nepalese, gebürtig aus Lukla, überreichte seinerseits an die hiesigen Vorstandsmitglieder Jubiläums-Bücher und aktuelle Katas sowie zwei gerahmte Urkunden.  Damit bedankten sich die Sherpas der Everest-Region für die  Mitfinanzierung (15.000 USD)  des neuen Visitor-Centers mit Schule  in Khumjung auf 3.900 m Höhe. Dieses wurde am legendären 29. Mai 2023 beim Jubiläum mit 200 geladenen Gästen aus zehn Nationen eröffnet. Fast zeitgleich konnte die neugebaute medizinische Station in Patle (weitab vom Tourismus) seiner Bestimmung übergeben werden. Die rd. 500 Sherpas, die dort ansässig sind, erhielten damit  erstmals eine bestens eingerichtete  medizinische Anlaufstelle,  ohne tagelang  zum Hospital nach Paphlu unterwegs sein zu müssen. Hierfür setzte die deutsche Hillary-Stiftung 20.000 USD an Spendengelder ein.  Ein Video auf der homepage der Stiftung  informiert über die Einweihung:   www.hillary-stiftung.de

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vorne von links: Ehepaar Renate und Pasang Dawa Sherpa  (Leiter des Himalayan Trust  in Nepal); Ingrid Versen (1. Vorsitzende);  Manfred Braml (Schatzmeister)  und Ehefrau Brigitte (Beirätin) .

Hinten v.r.: Manfred Häupl (Vize-Vorsitzender München); ärztlicher Berater Dr. med. Klaus Fresenius aus Rottach-Egern  und Dr. med. Elisabeth Kruschwitz aus Kreuth-Weissach (3. Rechnungsprüferin).   Foto: Hillary-Stiftung

Hillary-Stiftung Deutschland blickt auf 32 Jahre Unterstützung für die Sherpas zurück

Nach dreijähriger Zwangspause konnte am 25. Februar 2022 im Wiesseer Gasthof Zur Post wieder eine Mitgliederversammlung stattfinden. Neben den Berichten der Vorstandschaft für die Jahre 2019 bis 2021 standen Vorstandsneuwahlen, Ehrungen zahlreicher treuer Mitglieder, aber auch der Rückblick auf fast 32 aktive Jahre seit Gründung 1990 auf der Tagesordnung.

Trotz Corona + Co konnten in den vergangenen drei Jahren insgesamt 126.917 Euro an Spenden verbucht werden, verkündete die Vorsitzende Ingrid Versen. Damit war der Drei-Jahres-Unterhalt für das Paphlu-Hospital auf 2.467 m Höhe gesichert, aber auch die Medikamentenbeschaffung für die kleinen Kliniken in Bung, Salyan und Sotang im Osten des Khumbu-Gebietes. Ein neues Ultraschallgerät wurde angeschafft, und das Studium für 5 talentierte Sherpaninnen finanziert. Ein dicker Ausgabenposten an Corona-Hilfsmitteln einschließlich Beatmungsgeräte schlug vor allem 2020/2021 heftig zu Buche. 

Nicht nur die medizinische Versorgung der Sherpas liegt der Hillary-Stiftung am Herzen. Vize-Vorsitzender Manfred Häupl, Chef des Münchner Trekkingunternehmens HAUSER, erzählte von erfolgreichen Aufforstungs-Aktionen – finanziert durch Spenden von Kunden seines Unternehmens. „Inzwischen haben wir mit den Einheimischen drei Wäldchen angelegt“, berichtete er.

Sämtliche Spenden an die  Hillary-Stiftung können ohne Abzug in die Projekte nach Nepal überwiesen werden, da jedweder Verwaltungsaufwand aus privater Tasche getragen wird!

 Die Hillary-Stiftung Deutschland hätte 2020 ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Corona verhinderte dies. So blickte Ingrid Versen eben heuer auf die Anfänge zurück. „Als ich 1990 erstmals nach Nepal flog, um auf Einladung von Everest-Erstbesteiger Edmund Hillary seine private Hilfsaktion für die Sherpas in Europa publik zu machen, hätte ich nicht gedacht, dass wir nach Gründung der Hillary-Stiftung Deutschland in Bad Wiessee so viel Erfolg haben würden, bekannte Versen. Als Vertrauensbeweis und Ehre bezeichnete sie, dass die Stiftung den Namen Hillarys verwenden durfte. Das habe viele Türen geöffnet. „Ein Highlight war, dass durch die Gründung Edmund Hillary aus Neuseeland erstmals 1991 nach Bad Wiessee kam, um in Bayern erstmals einen Vortrag über die Erstbesteigung 1953 zu halten, was ein riesengroßes Medieninteresse auslöste“. So kam auch Manfred Häupl ins Spiel, Chef des Münchner Trekkingunternehmens HAUSER, der seit nunmehr 30 Jahren in der Stiftung mitwirkt und seit 10 Jahren als ehrenamtlicher Vize-Vorstand tätig ist. Großer Dank gilt den Unterstützern, die in ganz Deutschland verstreut sind. 

 In ihrem Rückblick erinnerte Ingrid Versen auch an das schreckliche Erdbeben in Nepal im Jahr 2015. „Eine Woche vor dem ersten Beben hatten wir vor dem Paphlu-Hospital auf 2.467 m Höhe unser 25-jähriges Bestehen gefeiert“. Zahlreiche Sherpas seien aus den Bergdörfern gekommen, um sich mit Tanz, Gesang und Reden für das Wirken der Stiftung Deutschland zu bedanken. Eine Woche später waren alle Gebäude zerstört und die Verzweiflung groß. Doch dank erheblicher Spenden aus Deutschland konnte der Mutter-Kind-Trakt des  Hospitals mit 150.000 Euro  wieder aufgebaut und 2018 neu eröffnet werden.

 Im Laufe des Abends wurden die Gründungsmitglieder Ursel Schlagintweit, Wiessees Alt-Bürgermeister Herbert Fischhaber, sowie Martina Kirchleitner zu Ehrenmitgliedern ernannt. Letztere ist zudem seit 20 Jahren zuverlässige Schriftführerin der Stiftung. 

 Bei den anschließenden Neuwahlen für die nächsten 3 Jahre wurde Ingrid Versen als 1. Vorsitzende ebenso im Amt bestätigt wie Stellvertreter Manfred Häupl. Der Mediziner Dr. Klaus Fresenius aus Rottach-Egern wird sein Wissen auch weiterhin ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Schriftführerin Martina Kirchleitner bleibt weiterhin im Amt.

Neuer Kassier wurde Manfred Braml aus Holzkirchen. Bettina und Christian Siempelkamp aus Düsseldorf ergänzen die Vorstandsriege als stellvertretende Vorsitzende. Neue Kassenprüfer sind Anton Höß, Hans Fichtner und Stellvertreterin Dr. med. Elisabeth Kruschwitz. Beisitzer: Josef Öckler und Hartwig Bayerschmidt,  beide aus Bad Wiessee, sowie Brigitte Braml (Holzkirchen)  und Annette Lehmeier-Sollacher aus Ebersberg.
Steuerberaterin Monika Wisgott-Stahl aus Rottach-Weissach erstellt weiterhin honorarfrei den Bericht für die Rechnungslegung  und Mittelverwendung, während Otto Färber aus  Bad Heilbrunn ehrenamtlich die Pflege der Stiftungs-Homepage übernimmt.

 Am Ende der rund 4-stündigen Mitgliederversammlung vermeldete Ingrid Versen noch eine besondere Neuigkeit: Am legendären 29. Mai 2023 werden  sich die Nachkommen von  Edmund Hillary mit denen von Sherpa Tenzing Norgay zum 70. Jahrestag der Mt. Everest-Erstbesteigung durch die beiden Väter am Fuße des höchsten Berges der Welt  zu einem großen Fest  auf ca. 4.000 m Höhe treffen. Die umfangreiche Organisation dazu haben beide  Familien gemeinsam übernommen. Persönlich eingeladen werden dazu die langjährigen Unterstützer der Muttergesellschaft  „Himalayan Trust“,  (1960 von Edmund Hillary in Neuseeland gegründet) . 

Vorstandsmitglieder und Geehrte

Vorstandsmitglieder und Geehrte:
(vorne v.l.) Ursel Schlagintweit (Rottach-Egern), Brigitte und Manfred Braml (Holzkirchen), Ingrid Versen (Bad Wiessee), Martina Kirchleitner (Rottach-Egern). Mitte v.l.) Sepp Öckler (Bad Wiessee), Dr. med. Elisabeth Kruschwitz (Rottach-Weissach), Herbert Fischhaber (Bad Wiessee), sowie (hinten v.l.) Hans Fichtner, Anton Höß und Hartwig Bayerschmidt (alle Bad Wiessee), Manfred Häupl (München) und Dr. med. Klaus Fresenius (Rottach-Egern). Foto: Stiftung

Mt. Everest-Chronistin Elizabeth Hawley mit 94 Jahren am 26. Januar 2018 in Kathmandu verstorben!

Versen HawleyDas Foto zeigt Mount-Everest-Chronistin Elizabeth Hawley (links), zusammen mit Ingrid Versen,


Gründerin und Vorsitzende der Sir Edmund Hillary-Stiftung Deutschland,
bei der Jubiläumsfeier 2003 in Kathmandu: „50 Jahre Everest-Erstbesteigung durch Edmund Hillary und Sherpa Tensing Norgay“.

 

„Ich lernte Miss Hawley 1990 in Kathmandu kennen, als mich Sir Edmund Hillary erstmals nach Nepal einlud, um für die Zeitschrift
„MEDIZIN HEUTE“ unter der Überschrift „Mit Edmund Hillary zum höchsten Hospital der Welt“ über seine privaten Hilfsprojekte für die Sherpas im Everest-Gebiet zu berichten“,
erinnert sich Ingrid Versen. Zwischen Versen und der engagierten Amerikanerin, zudem engste Mitarbeiterin im HIMALAYAN TRUST, stimmte die Chemie vom ersten Tag des Kennenlernens
bis heute. „Noch zum Jahreswechsel mailte mir Miss Hawley, die auch Honorarkonsulin für Neuseeland in Nepal war, dass sie sich auf meinen erneuten Besuch Ende April 2018 freut“, berichtet Versen.
So bleibt neben der Trauer die Erinnerung an eine außergewöhnliche Persönlichkeit, deren Weltoffenheit, gepaart mit ihrem „trockenen Humor“, unzählige Menschen faszinierte.


Mitte der 50er Jahre kündigte die junge Elizabeth Hawley, die am 9. November 1923 in Chicago geboren wurde, ihre Stelle bei der Zeitschrift
„Fortune“ in New York und ging zwei Jahre alleine auf Weltreise- absolut außergewöhnlich in der damaligen Zeit. Eine ihrer letzten Stationen war Nepal, ein exotisches Land an der Schwelle zur
modernen Welt. Fasziniert ließ sie sich 1960 in Kathmandu nieder, wo sie im Dilli Bazar bis zu ihrem Tod lebte. Von dort berichtete Hawley
für REUTERS und TIME Inc. über politische Entwicklungen und gesellschaftliche Ereignisse. Schnell wurde sie auch zu einem Teil der „Szene“ in
Kathmandu, einer bunten Gruppe aus Bergsteigern, Abenteurern, Politikern und Unternehmern, die von Sir Edmund Hillary bis zur nepalesischen
Königsfamilie reichte. Siehe hierzu das Buch von Bernadette McDonald, mit einem Vorwort von Sir Edmund Hillary: „ Wir sehen uns in Kathmandu -
Elizabeth Hawley, die Chronistin des Himalaya-Bergsteigens“, erschienen im Bergverlag Rother.
Das Buch ehrt eine Frau, die in der Geschichte des Bergsteigens eine herausragende Rolle spielt.

10. Todestag - Gedenken an Stiftungs-Gründer Sir Edmund Hillary

HillaryVersenWEBAm Donnerstag, den 11. Januar 2018, gedenken die weltweiten Hillary-Stiftungen des 10. Todestags ihres Gründers Sir Edmund Hillary, der 2008 im Alter von 89 Jahren in seiner Heimatstadt Auckland/Neuseeland verstarb.
Die ganze Welt trauerte um den sympathischen Bergsteiger und Wohltäter der Sherpas im Everest-Gebiet. Mit einem Staatsbegräbnis nahm Neuseeland von seinem berühmtesten Bürger Abschied, wobei der Sarg in der Staatsflagge gehüllt, mit dem Eispickel geschmückt wurde, mit dem Hillary , zusammen mit dem Sherpa Tensing Norgay 1953 als erster Mensch den Mount Everest erklommen hatte. „Ich war dabei, als Hillary 2003 vom nepalesischen König Gyanendra als bis dahin einziger Ausländer zum Ehrenbürger Nepals ernannt wurde“, berichtet Ingrid Versen aus Bad Wiessee. 1990 hatte Edmund Hillary der Wiesseer Gemeinderätin bei einer Trekkingtour seine privaten Hilfsprojekte für die Sherpas (Krankenhäuser und Schulen) vorgestellt.
Tief beeindruckt gründete Versen nach Rückkehr den deutschen Zweig des Himalayan Trust und sammelt mit ihren Helfern bis 2015 rund 800.000 Euro. „Eine Woche vor dem schrecklichen Erdbeben kamen wir im April 2015 aus Nepal zurück,
wo wir mit den Sherpas das 25-jährige Bestehen unserer deutschen Stiftung gefeiert hatten“, so Versen. Die Zerstörungen durch die beiden Erdbeben in 2015 waren verheerend, die Welt erschüttert. Nach dem ersten Schock, am 25. 4. 2015, stellte Versen mit ihrem Stellvertreter Manfred Häupl (Chef von HAUSER-Exkursionen) eine Spendenaktion auf die Beine, die bisher rd. 630.000 Euro an Einzelspenden einbrachte.

Auch politisch änderte sich in Nepal viel. Nachdem die maoistischen Rebellen 2007, nach jahrelangem Kampf, die 240 Jahre währende Monarchie abschafften, wurde die Republik Nepal ausgerufen. „Dieses politische Erdbeben hat aber unsere Hilfs-Projekte für die Sherpas nie behindert“, berichtet Versen. „Im November 2017 bekam ich die Einladung zu einem Festakt auf 4.000 m Höhe, anlässlich der Einweihung einer Hillary-Schule, wozu Nepals 52-jähriger Vize-Präsident Nanda Bahadur Pun (ein führender ehemaliger Maoisten-Rebell) persönlich erschien, um sich
bei den Vertretern der Hillary-Stiftungen für deren segensreiche Arbeit in Nepal zu bedanken“.

Zum 10. Todestag von Sir Edmund Hillary hat seine Stiftung eine ganz besondere Hillary-Biograhie herausgebracht, die 540 Seiten umfasst, bestückt mit bisher unveröffentlichten Fotos, die sich im Besitz der Familie Hillary befinden. Der Autor Dr. Mike Gill, der daran drei Jahre lang gearbeitet hat, ist Mediziner und hat als leidenschaftlicher Bergsteiger u.a. 1961 den legendären nepalesischen Götterberg AmaDablam als erster Mensch erfolgreich bestiegen. Gill, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wird, gehört zu den engsten Freunden der Hillary-Familie und wird auch heuer wiederum die Gruppe aus dem Tegernseer Tal in Nepal begleiten und an der Einweihung des aus Deutschland mitfinanzierten Paphlu-Hospitals Anfang Mai 2018 teilnehmen. „Ich glaube, dass Edmund Hillary sehr stolz auf uns ist, wie wir auch zehn Jahre nach seinem Tod in seinem Sinne die Projekte im Everest-Gebiet ehrenamtlich weiterführen und damit den Ärmsten medizinische Hilfe verschaffen und zu mehr Bildung verhelfen, ist Ingrid Versen als Vorsitzende in Deutschland überzeugt.